ProzessOptimierung ist wie Sudoku spielen

SudokuIn diesem Beitrag ziehe ich einen kurzen Vergleich zwischen ProzessOptimierung und dem Sudoko – Spiel. Sie erfahren, was Sudoku ist und was ich an „Zutaten“ zur Lösung der Zahlenrätsel brauche. Sie können sich selbst an einem eingefügten 3×3 Sudoku versuchen. Zudem lesen Sie, wo für mich der Reiz des Sudoku liegt und ob der angestellte Vergleich „aufgeht“.

Kennen Sie das Spiel Sudoku? Haben Sie es schon einmal ausprobiert? Sind Sie vielleicht so begeistert wie ich und lösen regelmäßig diese logischen Zahlenrätsel?

1. Wie geht Sudoku?

Die Regeln des Sudoku, das seit etwa zehn Jahren bei uns verbreitet ist, sind denkbar einfach und – zum Beispiel für ein 3×3 Sudoku – schnell erklärt. Sie lauten:

Füllen Sie das Gitterfeld so aus, dass jede Zahl von 1 bis 9

  • in jeder Zeile
  • in jeder Spalte und
  • in jedem 3-mal-3-Unterquadrat    genau einmal enthalten ist.

Das klingt einfach und ist es bei manchen Aufgaben auch. Diese vermitteln mir dann das gute Gefühl: „Ich kann Sudoku.“ Welchen Schwierigkeitsgrad ein Sudoku hat, ob es ein eher einfaches oder doch ein kniffliges Kaiser-, Killer- oder Monster – Sudoku ist, ist ihm nach meiner Erfahrung nicht immer gleich anzusehen. Bei manchen gelingt mir der Anfang gut, doch plötzlich bleibe ich stecken und komme erst einmal nicht weiter. Andere wiederum sehen kompliziert aus, lassen sich jedoch zügig lösen. Mit jedem Zahlenrätsel lerne ich dazu.

Haben Sie Lust, sich an folgendem Beispiel zu versuchen? Um es ein bisschen einfacher zu machen, sind schon ein paar – richtige – Zahlen ergänzt.Sudoku

2. Was brauche ich für das Sudoku – Spiel?

Je nach Anforderung brauche ich für diese Art der Freizeitbeschäftigung auf jeden Fall

  • die Lust am Tüfteln mit Zahlen
  • genügend korrekte Vorgaben
  • ausreichend Zeit
  • das Wissen und Verständnis der Regeln
  • Ruhe und Konzentration
  • vielfältige, ausgefeilte, zielführende Methoden
  • eine angemessene Strategie (wie z.B. den „nackten Dreier“) und nicht zuletzt
  • einen Stift, der schreibt.

3. Kleine Lösungen und der Blick auf das „große Ganze“

Es fasziniert mich, Zahlen als Lösung zu finden, die im Kleinen (Reihe, Spalte, Unterquadrat) und gleichzeitig im großen Ganzen passen. Es reicht nicht aus, nur ein, zwei oder sieben Unterquadrate richtig zu haben, wenn neun zu finden sind. Zudem ist es nicht sinnvoll, vorschnell Zahlen („das wird schon gehen“) einzutragen, nur damit etwas in den Lücken steht. Jede Zahl, jede Teillösung erarbeite und überprüfe ich, bis sich schließlich Alles konsequent zu einer Gesamtlösung fügt.

4. Was hat das mit Prozessoptimierung zu tun?

Für mich liegen die Parallelen zwischen dem Sudoku – Spiel und der Prozessoptimierung auf der Hand. Der einzige – aus meiner Sicht allerdings gravierende – Unterschied ist:

Sudoku → kann, Prozessoptimierung → muss … gemacht werden.

Wie sehen Sie das?

(Artikel geringfügig überarbeitet am 14.02.2017)
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  • © by-studio Sudoku #22266577

Über mich und den Blog

Werner Kiunke Protrait Grüß Gott,

schön, dass Sie da sind.

Ich bin Werner Kiunke, habe in München Technische Physik studiert und in Elektrotechnik zum Dr. Ing. promoviert. Ich bin verheiratet und Vater von fünf wunderbaren Kindern.

Unternehmen, Prozesse, andere Menschen und mich selbst, mein Wissen und Können kontinuierlich weiterzuentwickeln, begeistert mich seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue.

Beginnend als Technologe und Bereichsleiter Beschichtung in der Halbleiterindustrie, über die Position des Fertigungsleiters bis zu meinem umfangreichen Aufgabenfeld als Unternehmensberater im technischen Bereich ab 2006 zieht sich diese Haltung wie ein rotes Band durch meine berufliche und persönliche Laufbahn.

Gleichzeitig ist sie Fundament und Motivation für diesen Blog, den ich gemeinsam mit meiner Frau Christine führe. Hier stelle ich Ihnen meine Sicht auf die Analyse, Erfassung, Optimierung, Veränderung und Erneuerung von Prozessen vor. Ich habe sie mir umfassend in Theorie und Praxis erarbeitet, aktualisiere und erweitere sie ständig und überprüfe sie in der praktischen Umsetzung immer wieder auf ihre Anwendbarkeit und Tauglichkeit.

Nutzen Sie diese vielfältigen und fundierten Informationen, um Ihre persönliche Prozesssicht zu aktualisieren, zu erweitern, zu verbessern und zu vertiefen. Verbinden Sie sie mit Ihren eigenen Kenntnissen und Erfahrungen und integrieren Sie sie, soweit als möglich, in Ihren beruflichen Alltag,

Es geht mir nicht darum, hier nur eine Vielzahl von Methoden aneinanderzureihen oder bewährte Methoden, mit einem anderen Etikett versehen, als „neu“ zu verkaufen. Vielmehr will ich Ihnen in diesem Blog und mit den VideoScribes Denkanstöße geben und Inspirationen liefern. Das Gleiche gilt für Inhalte: Sofern mir die genaue Zuordnung von Inhalten zu einer Person möglich ist, werde ich diese nennen.

Gerne beantworte ich Ihre Fragen rund um die KIUNKE ProzessSicht, ProzessAnalyse und ProzessOptimierung und unterstütze Sie bei der Umsetzung Ihrer Ideen. Nutzen Sie mein breites Prozess – Know How für

  • die Erfassung und Analyse Ihrer Prozesse
  • die Erstellung und Umsetzung von Optimierungsprojekten
  • die Optimierung der Schnittstellen zu internen und externen Partnern
  • die Sicht nicht nur auf, sondern auch in die (physikalischen, chemischen) Prozesse
  • eine grundlegende Entscheidung wie z.B. bei einer Firmenübernahme, Outsourcing
  • die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens

Ich freue mich, wenn Ihnen Blog und VideoScribes Nutzen und Mehrwert bringen, Sie zum Stammleser / zur Stammleserin des Blogs und zum Abonnenten / zur Abonenntin unseres YouTube – Kanals „Die KIUNKErei“ werden.

Sie haben eine Frage? Wenn Sie von allgemeinem Interesse ist, greife ich Sie gerne in einem der Blogartikel oder VideoScribes auf. Rufen Sie an (Sie sprechen mit mir, meiner Frau Christine oder dem AB) oder schreiben Sie an mich persönlich und ich antworte Ihnen so zeitnah als möglich.

„Alles ist Prozess“ – In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Erkenntnisse und viel Erfolg.

Bild von Barbara Karl, Forchheim, www.lichtfaenger.net

Erste Grundlagen zur KIUNKE ProzessSicht + VideoScribe

Geschäftsmann jongliertSeit gestern ist es online: VideoScribe 1 über die ersten Grundlagen zu meiner Prozesssicht. DIES ist der Link dazu auf unseren Kanal „Die KIUNKErei“ auf YouTube. Nehmen Sie sich die Zeit (7 min.) und seien Sie sozusagen live bei dieser Premiere dabei.

Hier nun eine kurze Zusammenfassung des Inhalts in Textform.

 

Erste Grundlagen zur KIUNKE ProzessSicht

Jedes Unternehmen, unabhängig von z.B. Größe, Branche oder Umsatz lässt sich als Gesamtprozess darstellen, der in „handliche“ Prozesse zerlegt werden kann. Deshalb sage ich: „Alles ist Prozess“.

1. Vereinfachte Darstellung eines Prozesses als SIPOC

Eine gängige Form der Darstellung ist SIPOC. Ein Prozess besteht demnach aus:

  • Supplier (Lieferant)
  • Input (Eingabe)
  • Process (Prozess)
  • Output (Ergebnis)
  • Customer (Kunde)

Input wird im Prozess umgewandelt in Output, für dessen Mehrwert der Kunde zahlt (Wertschöpfungsprozess). In dieser Form lassen sich alle, auch komplexe Prozesse darstellen.

2. Prozessketten

Jeder Prozess hat eine Prozessgrenze, die genau definiert, wo er anfängt und aufhört. Sie ist flexibel. Prozesse sind teilbar und können so lange geteilt werden, bis sie überschaubar und beherrschbar sind. Durch das Teilen entstehen wiederum Prozesse und Schnittstellen. Der Output des einen Prozesses wird an der Schnittstelle zugleich zum Input des folgenden Prozesses. Die Optimierung der Schnittstellen ermöglicht einen reibungslosen Übergang der Prozesse. Durch das Teilen bzw. Zusammensetzen von Prozessen entsteht eine Prozesskette.

3. Darstellung eines Unternehmens in einer Prozesslandschaft

Die Prozesse in einem Unternehmen können in drei Arten gegliedert werden:

  • Führungsporozesse
  • Geschäftsprozesse
  • Unterstützungsprozesse

Ein Geschäftsprozess beginnt und endet mit dem Kunden. Führungs- und Unterstützungsprozesse arbeiten den Geschäftsprozessen zu. Nur in diesen wird eine Wertschöpfung erzielt. In einer „Prozesslandschaft“ können diese Prozesse übersichtlich auf einem Blatt dargestellt werden.

4. Faktoren eines Prozesses

Jeder Prozess braucht eine/n Prozessverantwortliche/n. Er/sie ist die Person, die am meisten über den Prozess weiß (oder wissen sollte) und die Verantwortung für den Prozess übernimmt.

Eine weitere wichtige Rolle kommt folgenden M – Faktoren zu:

  • Mensch
  • Maschine
  • Material
  • Methode
  • Messung
  • Mitwelt

Der Input und diese Prozessressourcen sind ursächlich verantworlich für den Output eines Prozesses (vgl. Ursache – Wirkung – Diagramm nach Ishikawa). Nur, wenn Input und Ressourcen zu 100% in Ordnung sind, ist es auch der Output.

5. Menschen im Prozess

Der „Ressource Mensch“ kommt in meiner ProzessSicht ein besonders hoher Stellenwert zu. Sie begegnet mir als:

  • Prozessverantwortliche/r
  • Lieferant/en
  • Kunde/n
  • Mitarbeiter/innen
  • Stakeholder (Personen oder Gruppen, die ein berechtigtes Interesse am Prozess haben)

Jede beteiligte Person sieht den Prozess aus ihrem Blickwinkel, durch die ihr jeweils eigene „Brille“. Hier verhilft meine Prozesssicht zur Klarheit über Abläufe, Strukturen, Ursache – Wirkung, Aufgabenverteilung, Zuständigkeiten, etc. Der „Schmierstoff“ für gelingende Prozesse ist eine erfolgreiche Kommunikation zwischen allen Prozessbeteiligten.

Wie geht es jetzt weiter?

Weiterführende Artikel und Videos zur KIUNKE ProzessSicht sind schon in Vorbereitung. Damit können Sie Ihr Prozesswissen weiter aktualisieren, verbessern, erweitern und vertiefen.

  1. Klicken Sie bei den Videos auf „Daumen hoch“, wenn es Ihnen gefallen hat und abonnieren Sie unseren Kanal. So verpassen Sie keines der neuen Videos.
  2. Lesen Sie hier im Blog mit.
  3. Empfehlen Sie Videos und Artikel in Ihrem beruflichen Netzwerk.
  4. Schreiben Sie mir Ihre Fragen und Anregungen unter wk@prozesssicht.de. Ich antworte Ihnen gern so zeitnah als möglich.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in eine erfolgreiche Woche.

P.S.: Hier ist noch einmal der Link zum Video „Erste Grundlagen zur KIUNKEProzessSicht“

Bildnachweis: © Rudie – fotolia.com  Geschäftsmann, Erfolg, Geschäftsidee, Icons #48468805

Meine 11 Grundannahmen zur ProzessSicht

Fabrikgebäude

In dieser Liste stelle ich 11 Grundannahmen zusammen, denen ich in meiner Arbeit und hier im Blog folge. Sie lauten im Einzelnen:

  1. Die KIUNKE ProzessSicht umfasst meine beruflichen und persönlichen Erkenntnisse und Erfahrungen aus insgesamt 30 Jahren Studium, Forschung, Entwicklung, Produktion und Unternehmensberatung.
  2. Meine ProzessSicht ist eine systematische und umfassende Sicht auf Prozesse.
  3. Alles ist Prozess. Das heißt, ich sehe jedes Unternehmen, unabhängig von Branche, Umsatz, Anzahl der MA etc. als Prozess.
  4. Ein Prozess besteht aus Handlungen, die ich immer wieder und immer gleich durchführe. Er hat bestimmte Eigenschaften, die ich erfassen (ProzessAnalyse), darstellen (Prozess Landschaft) und optimieren (ProzessOptimierung) kann.
  5. Geschäftsmann, nachdenklichHandlungen, die ich nur ein Mal oder selten mache, sind Projekte.
  6. Ein Ziel der ProzessSicht ist es, Projekte in Prozesse zu überführen.
  7. Ein großer, komplexer Prozess kann in kleine und kleinste Prozesse zerlegt werden, die übersichtlich und beherrschbar sind.
  8. Mit ProzessOptimierung kann ich einzelne Prozessfaktoren, das Zusammenspiel der Prozessfaktoren und das Zusammenspiel von Prozessen verbessern.
  9. Ziel eines Unternehmens ist es, stabile Prozesse durchzuführen und damit, vereinfacht gesagt, Geld zu verdienen.
  10. Ein dynamisches Unternehmen muss Prozesse nicht nur durchführen, sondern sie permanent anpassen, kontinuierlich verbessern, verändern und / oder erneuern (Innovation).
  11. In einem Unternehmen, auf das Punkt 9. und / oder 10. nicht zutrifft, ist die ProzessSicht bzw. deren Einführung nicht nötig.
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  • © Rudie Geschäftsmann, nachdenklich, überlegen #49852931

In wenigen Tagen …

Liebe Blogleserin, lieber Blogleser,

schön, dass Sie schon da sind. Im Moment arbeiten wir noch im Hintergrund für Sie. Doch in wenigen Tagen geht es „richtig“ mit den ersten Artikeln los. Freuen Sie sich auf fundierte, interessante Informationen und praxiserprobte Tipps rund um ProzessSicht, ProzessAnalyse und ProzessOptimierung, die Sie so vermutlich in keinem Buch finden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche und freue mich, wenn Sie in Kürze wiederkommen.

Ihr Werner Kiunke